News

Mission: Unvernünftig

Kommandanten!

Am Sonnabend jährte sich eines der bekanntesten Ereignisse in der Geschichte der Panzertechnik, zumindest was die Popularität im Internet betrifft. Obendrein war dabei weder ein echter Panzer beteiligt, noch handelte es sich um eine berühmte Schlacht. Im Mittelpunkt dieser Geschichte stand vielmehr – ein gepanzerter Bulldozer.

scr1

Heemeyers bulldozer, 2004

Um die Jahrtausendwende war Marvin Heemeyer ein Mann wie jeder andere – dem Vernehmen nach ein guter, vernünftiger Bürger und Besitzer einer Autowerkstatt in Granby, Colorado. Doch eine Reihe von (tatsächlichen und vermeintlichen) Ungerechtigkeiten führten ihn auf einen dunklen Pfad, der ihm schließlich den Tod in den Eingeweiden jener Bestie einbrachte, die er vor den Ereignissen des 4. Juni 2004 selbst gebaut hatte.

Von Marvin Heemeyers Geschichte kursieren zwar unterschiedliche Varianten, einig sind sie sich jedoch alle darüber, dass ein Streit mit den Behörden wegen den Bau einer Betonfabrik neben seinem Grundstück das Fass zum Überlaufen gebracht hatte. Heemeyer gehörte das Land, auf dem die Fabrik errichtet werden sollte, und obwohl er zunächst gewillt war, es zu verkaufen, konnten sich die Konfliktparteien auf keine Summe einigen und der Deal platzte. Da die Behörden zu diesem Zeitpunkt jedoch fest entschlossen waren, die Fabrik hochzuziehen, ließen sie das Grundstück praktisch beschlagnahmen und erteilten eine Baugenehmigung. Heemeyer ging dabei nicht nur leer aus, die neue Fabrik sollte fortan auch jede Zufahrt zu seiner Werkstatt blockieren.

scr2

Heemeyers bulldozer, 2004

Er protestierte natürlich, aber ohne Erfolg. Nachdem er alle legalen und angemessenen Mittel erschöpft hatte (nur um mit der Zeit einen tiefen Groll gegen die einflussreichsten Menschen in seiner Stadt anzusammeln), wurde er von der Ungerechtigkeit, die ihm widerfahren war, regelrecht besessen und tat schließlich etwas, das niemand erwartet hätte. In seinen eigenen Worten:

„Ich war immer bereit, vernünftig zu sein, bis ich unvernünftig werden musste. Manchmal müssen vernünftige Menschen eben Unvernünftiges tun.“

Als erfahrener Schweißer nutzte er seine Werkstatt, um seiner Komatsu-Planierraupe vom Typ D335A einen gepanzerten Aufbau aus Stahl und Beton zu verpassen.

scr3

Heemeyes Bulldozer steckt in Trümmern fest

Am 4. Juni 2004 durchbrach er mit seinem Bulldozer zunächst die Wand seiner eigenen Werkstatt und begab sich anschließend auf eine Amokfahrt, bei der er systematisch die Häuser der Leute zu zerstören begann, die ihm Unrecht getan hatten – indem er sein gepanzertes Ungetüm in sie rammte. Auf diese Weise zerstörte er insgesamt 13 Häuser, darunter die Betonfabrik, das Rathaus und die Residenz des Bürgermeisters. Die Polizei versuchte derweil vergebens, den Bulldozer aufzuhalten, indem sie nicht weniger als 200 Schuss auf das Fahrzeug abfeuerte – ohne jeden Erfolg. An einem Punkt wurde sogar in Betracht gezogen, die Nationalgarde oder gar einen Apache-Kampfhubschrauber ins Feld zu schicken, was sich jedoch als unnötig erwies, da der improvisierte Panzer in dem letzten Gebäude, das er abreißen wollte, stecken blieb. Ohne einen anderen Ausweg zu haben (und zwar buchstäblich, weil das Fahrzeug keine Tür besaß und von innen zugeschweißt war), setzte Marvin Heemeyer seinem Leben selbst ein Ende. Die Polizei brauchte mehrere Stunden, um die Panzerung mit einem Schneidbrenner zu durchtrennen und seine Leiche zu bergen.

Die Geschichte begann schon bald darauf ein Eigenleben zu führen, das aufgemotzte Baufahrzeug erhielt in Anspielung auf einen Kultfilm-Klassiker den Namen „Killdozer“. Bis heute ist Marvin Heemeyer eine umstrittene Figur. Manche bejubeln ihn als Volkshelden und verweisen darauf, dass bei seinem Rachefeldzug keine Opfer zu beklagen waren. Andere führen die Tatsache, dass damals niemand verletzt worden war, auf schlichtes Glück zurück und betonen, dass Heemeyer sehr wohl mehrere Male aus seiner Baumaschine heraus geschossen hatte (wenn auch nur auf Gegenstände, nicht auf Menschen).

scr4

Heemeyers Bulldozer wird weggeschleppt

Unabhängig davon ist die Geschichte dieses Mannes nicht nur tragisch, sondern auch als Warnung für das zu verstehen, wozu manche Menschen fähig sind, wenn sie zu weit getrieben werden – eine Lektion, an die sich starrköpfige Beamte überall auf der Welt erinnern sollten.

Mission

Eure Aufgabe in dieser Mission wird darin bestehen, möglichst viel Rammschaden in einer einzigen Schlacht anzurichten, und zwar unter folgenden Voraussetzungen:

  • Nehmt an einer regulären Schlacht in einem PvP- bzw. PvE-Standardmodus teil
  • Macht einen Screenshot von dem Ergebnis (detaillierter Kampfbericht mit Rammschaden) und sendet ihn zusammen mit einem Replay-Clip über das unten verlinkte Formular ein (vergesst nicht, euren Nicknamen im Spiel zu nennen).

Das Formular findet ihr hier.

Um sich für die Preise zu qualifizieren, müsst ihr mindestens 1.000 (PvP) bzw. 3.000 (PvE) Rammschaden-Punkte verursachen. Es winken folgende Gewinne:

  • Alle teilnahmeberechtigten Beiträge erhalten den Spielertitel „Unvernünftig“
  • Die Top-3-Beiträge in jeder Kategorie erhalten 6.000 Schlachtmünzen

Beachtet bitte:

  • Das Event findet zwischen dem 5. Juni, 16:00 Uhr MESZ, und dem 11. Juni, 23:59 Uhr MESZ, statt
  • In der PvP-Kategorie werden nur Zufallsschlachten gezählt, im PvE normale PvE-Missionen, Spezialoperationen und Wochenend-Spezialoperationen (War Games)
  • Es wird nur ein Beitrag pro Spieler akzeptiert (aus diesem Grund kann ein Spieler nur in einer Kategorie teilnehmen; nimmt er an beiden Kategorien teil, wird nur der erste Beitrag gezählt)
  • Sollten zwei oder mehr Spieler dasselbe Ergebnis erreichen, werden alle mit dem Preis versehen
  • Alle eingereichten Ergebnisse müssen aus Partien stammen, die im Event-Zeitraum gespielt werden

Wir wünschen euch viel Glück, Kommandanten, und sagen wie immer:

Wir sehen uns auf dem Schlachtfeld!

Nach oben

Sei dabei!