News

Historische Tarnmuster – Sowjetisch (2. WK)

Kommandanten!

Außer der bereits vorgestellten amerikanischen Tunesien-Tarnung haben wir ein weiteres kostenloses Tarnmuster vorbereitet, das schon bald ins Spiel kommen wird – eine sowjetische Tarnung aus der Zeit des 2. Weltkriegs. Heute möchten wir euch mehr darüber erzählen.

scr1

Tarnversuche, Oktober 1941

Um es gleich vorweg zu nehmen – die übliche Art und Weise, wie die Sowjets (und alle anderen eigentlich auch) ihre Fahrzeuge für den Winter tarnten, bestand darin, sie einfach mit irgendeiner weißen Farbe zu bestreichen, die gerade zur Hand war. Ein dunkles Objekt (insbesondere eins, das sich bewegt) ist vor einem weißen Hintergrund extrem auffällig, daher verringerte ein einfacher Anstrich die Wahrscheinlichkeit erheblich, innerhalb von Sekunden entdeckt zu werden.

Aber es gibt noch einen weiteren Faktor in der Tarnungsgleichung – die Silhouette des Fahrzeugs. Panzer haben eine charakteristische Silhouette, die auf den ersten Blick leicht zu erkennen ist. Aus diesem Grund wurden verschiedene Tarnungen entwickelt, die die Form der Fahrzeuge brechen sollten (auch „Silhouettenbrecher“ genannt). Solche Tarnungen, die aus unregelmäßigen Flecken bestanden (die Unregelmäßigkeit war hierbei extrem wichtig), machten den Panzer nicht nur unauffälliger, sondern erschwerten auch die Einschätzung der Entfernung zum Ziel mit bloßem Auge. Lange vor der Erfindung von Laserentfernungsmessern war dies tatsächlich ein unglaublich wichtiger Vorteil gewesen.

scr2

Sowjetische T-34-Panzer, Winter 1941

In diesem Fall wurden etwa 60 bis 70 Prozent des Fahrzeugs weiß lackiert, und der Rest mit der grünen 4BO-Farbe bedeckt. Anschließend wurden die grünen Flächen mit einem Netz aus dünnen weißen Streifen bedeckt. Dieser Tarnungstyp wurde offiziell im September und Oktober 1941 auf dem GABTU-Erprobungsgelände getestet. Im Rahmen der Tests wurde die Tarnung bei größeren Entfernungen für recht effektiv befunden, da die grünen Bereiche mit bloßem Auge nicht mehr so gut zu erkennen waren und das Gitter verschwamm. Außerdem eignete sie sich hervorragend für urbane winterliche Umgebungen.

Nachteilig wirkte sich aus, dass dieses spezielle Tarnmuster sehr kostspielig und langsam aufzutragen war – es dauerte 6 bis 8 Stunden, einen Panzer auf diese Weise zu lackieren, und das ohne die vorher empfohlene vollständige Reinigung. Da Panzer naturgemäß sehr schnell schmutzig werden, wurde dieser Aufwand nicht als besonders effizient angesehen. Aus diesem Grund trat diese Art von Tarnung vor allem zu Beginn des Krieges auf und wurde im Laufe der Jahre recht selten.

scr3

Klickt auf das Bild, um eine größere Darstellung zu erhalten

Wie üblich wird sich dieses Tarnmuster für alle Umgebungen eignen und in Zukunft zusammen mit dem bereits angekündigten Objekt 225 als Teil eines Events verfügbar sein.

Wir hoffen, dass euch diese Neuheiten gefallen werden und sagen wie immer:

Wir sehen uns auf dem Schlachtfeld!

Nach oben

Sei dabei!